Vorbereitungen

Jedermannsrecht

In Norwegen hat jeder – ausländische Besucher eingeschlossen – das Recht, sich in der Natur und in den Nationalparks frei zu bewegen.
Dieses traditionelle Recht wurde im norwegischen Gesetz als Jedermannsrecht (allemannsretten) verankert. Beachten Sie aber bitte, dass dieses Recht den respektvollen Umgang mit der Natur voraussetzt und Rücksichtnahme auf Bauern, Landeigentümer und andere Besucher erwartet wird.  Mehr auf visitnorway.com

 

Wandersaison – Wann kannst du wandern?

Die Hauptsaison für Pilgerwanderungen in Norwegen geht vom 1. Juni bis zum 1. September. Im Hochgebirge kann die Saison aufgrund von Wetterverhältnisse wie Schnee und Schneeschmelze variieren. Es ist natürlich möglich auch außerhalb der Saison zu wandern. Dann ist es ratsam sich im Voraus bei den verschiedenen Herbergen und Pilgerzentren über die Öffnungszeiten und die Wetterverhältnisse auf dem Pilgerweg zu informieren, um keine ungemütlichen Überraschungen zu erleben. Informiere dich über den Tourplaner und Kontaktiere die Herbergen und verantwortlichen Zentren.

Denk an deine Sicherheit im Gebirge

Der Pilgerweg führt durch Wälder, Felder, Ackerland und Dörfer, aber auch über teilweise schwieriges Gelände im Hochgebirge. Es ist wichtig, dass du dich vor deiner Reise über das richtige Verhalten im Gebirge auf der Webseite der Turisforening informierst. Lies die Broschüre über Sicherheit im Norwegischen Gebirge.

Lass dir Zeit

Plane immer wieder Ruhetage ein. Eine Pilgerwanderung kann sehr anstrengend sein. Unter Zeitdruck zu wandern ist kein besonders schönes Erlebnis! Die Ruhetage geben dir auch die Möglichkeit deine Eindrücke zu verarbeiten und deinen Körper ein zu schonen.  Du wirst auf deiner Wanderung vielen netten und hilfsbereiten Menschen begegnen, aber du musst dich auch auf dich selber und deine Urteilskraft verlassen könne.

Mach dich fit

Auf einer Pilgerwanderung legt man schon mal 20 bis 30 Kilometer am Tag zurück. Deswegen ist es wichtig, dass du dich gut vorbereitest. Geh jeden Tag zur Arbeit anstatt den Bus zu nehmen und laufe unbedingt deine Schuhe ein. Auch an den Rucksack sollte man sich vorher gewöhnt haben. Es ist auch wichtig sich unterwegs immer wieder zu dehnen und zu strecken, um beweglich zu bleiben und dich nicht zu überlasten.

Planen unterwegs

Ruf zwei oder drei Tage vorher bei der nächsten Herberge an, um dein Kommen anzumelden und die Übernachtung zu buchen. Nimm für jeden Tag Proviant mit, der drei Mahlzeiten entspricht, außer du nimmst an einer organisierten Tour teil. Teilweise legt man lange Strecken zurück, ohne an einem Lebensmittelgeschäft vorbeizukommen und manche Geschäfte haben am Wochenende geschlossen. Oft bieten die Herbergen Frühstück und Mittagessen an. Hier kann man nach der nächsten Einkaufsmöglichkeit fragen. Nicht überall kann man mit Karte zahlen. Daher wird empfohlen ungefähr 3000 Kronen in Bar mitzunehmen.

In einigen, aber nicht allen, Herbergen kann man seine Kleidung waschen lassen. Daher sollte man Waschmittel in Portionstüten dabei haben, um auch selber waschen zu können.

Schuhwerk

Der Pilgerfahr führt hauptsächlich über Pfaden und Wegen. Daher ist es nicht zwingen notwendig feste Wanderstiefel mit sehr harter Sohle und hohem Schaft zu tragen. Wanderschuhe oder Stiefel mit viel Platz für die Füße und einem guten Sitz sind sehr wichtig. Es wird empfohlen knöchelhohe Schuhe zu tragen, da es Streckenweise durch feuchte Hochmoore geht. Zwei Socken übereinander gezogen können Blasen vermeiden. Man sollte immer ein paar trockene Socken im Rucksack haben, um notfalls wechseln zu können.

Ausrüstung

Neben den Schuhen ist der Rucksack enorm wichtig für eine angenehme Wanderung! Es wird empfohlen den Rucksack bei einem erfahren Outdoor-Geschäft anpassen zu lassen. Achte darauf einen Rucksack mit Brust-und Hüftgürtel zu kaufen, solltest du mehr als 6 kg Gepäck tragen. Ein guter Tipp, um den Überblick im Rucksack zu behalten, bietet es sich an verschiedene Tüten zu packen.

Bei einigen der einfachen Herbergen und Hütten gibt es kein Bettzeug und keine Decken. Daher ist es wichtig einen leichten Schlafsack (0,5-1kg)  und eine Isomatte dabeizuhaben.

Außerdem kann es sehr hilfreich sein einen oder zwei Wanderstäbe zu benutzen. In steilem oder unebenem Gelände entlasten sie die Knie und helfen einem die Balance zu halten.

Bei Toilettenartikeln solltest du vorher immer das Gewicht bedenken. Flüssigkeiten sind schwerer als Pulver. Reisehandtücher aus Mikrofaser sind ebenfalls leichter und trocknen schneller. Man sollte immer Blasenpflaster zur Hand haben. Außerdem eine Stirn- oder Taschenlampe, um sich gegebenenfalls im Dunkeln orientieren zu können.

 

Gute Wanderung!