Der Gudbrandsdalsweg

Oslo – Gjøvik/Hamar – Trondheim

Der Gudbrandsdalsweg, auch bekannt als Olavsweg, ist der längste Pilgerweg in Norwegen. Im Mittelalter wanderten tausende von Pilgern auf diesem Weg nach Nidaros, dem heutigen Trondheim. Entdecke die beeindruckende Natur Norwegens auf dem Gudbrandsdalsweg.

643 km 32 Tage Karte Drucken
  • Foto: Håvard Johansen

  • Foto: Håvard Johansen

  • Foto: Regionrådet for Hadeland

  • Foto: Per Gunnar Hagelien

  • Foto: Øyvind Wold

  • Foto: Øyvind Wold

  • Foto: Hans Jacob Dahl

  • Per Gunnar Hagelien

Der Gudbrandsdalsweg erstreckt sich von Oslo bis nach Trondheim. Er ist auch bekannt als Olavs Weg. Auf dem 643 km langen Weg kommst du nicht nur in Nahkontakt mit der norwegischen Natur, sondern auch mit dir selber. Der Pilgerweg ist gut markiert und führt durch beeindruckende Natur- und Kulturlandschaften.  Hinter Oslo gabelt sich der Pilgerweg. Zwei verschiedene Ruten führen am größten Binnensee Norwegens, dem Mjøsa, vorbei. Am Westufer führt der Pfad von Oslo aus zur alten Kirche in Aker und durch Hadeland. Im kleinen Ort Bønsnes am Westufer des Mjøsas wurde der Olav der Heilige geboren. Geht man weiter, kommt man an den Søsterkirkene, zwei Steinkirchen aus dem Mittelalter, in Granavollen vorbei. Von Granavollen aus geht es über Hoffsvangen nach Kapp.

Dort kannst du mit dem Skibladner, dem ältesten noch fahrenden Raddampfer der Welt, ans andere Ufer übersetzen. Dort liegt die kleine Stadt Hamar. Die Ruine der ehemaligen Domkirche ist immer einen Besuch wert.  Der Pfad am Ostufer geht entlang Groruddalen und dem tief im Wald liegenden Stangen.

In Lillehammer, bekannt durch die Olympischen Winterspiele 1994, treffen die zwei Pfade wieder aufeinander. Von hier aus steigt der Weg hinunter ins Gudbrandsdal. Im Tal liegen winzige Dörfer an dicht bewaldeten Berghängen. Der Pfad führt durch uralten, fast unberührten Wald. Hier kannst du in Stille wandern, die Tierwelt beobachten und die spektakuläre Aussicht genießen. Einige Bauernhöfe und Gutshäuser im Tal bieten traditionelles Köstlichkeiten der Region an. Es locken nicht nur die wilden Weite Norwegens, auch kulinarisch hat das Tal einiges zu bieten.

Nach dem sanften gründen Tal steigt der Weg hinauf ins schroffe Dovregebirge. 1300 Höhenmeter mussten die Pilger damals, wie heute, auf dem Weg über das unwirtliche Hochgebirge überwinden. Hier liegt die Kirche Eystein, eine kleine Oase für die Durchreisenden. Ist das Hochgebirge überwunden, müssen die Pilger nunmehr die Fylke Sør-Trøndelag durchqueren. Der Wald wird hier und da von Lichtungen abgelöst und immer wieder stößt man auf Flüsse, die überquert werden mussten. Im Mittelalter ein beschwerliches und nicht selten lebensgefährliches Hindernis. Bald sieht man die Stadt Trondheim im Tal liegen. Von sanften grünen Hügeln umgeben, schmiegt sie sich an den Trondheims Fjord. Die spitzen Türme des Nidarosdoms sind schon von weitem zu erkennen. 

 

Kulturerbe

Entlang des Gudbrandsdalsweges liegen unzählige Kulturschätze verborgen. Sie erinnern an eine frühere Zeit und das Weh und Wohl der Menschen im Mittelalter. Man trifft auf alte Grabstätten, Ruinen mittelalterlicher Gebäude und Kirchen. Wenn du den Gudbrandsdalsweg entlangwanderst ist es nie weit bis zur nächsten Kirche.

Natur, Kultur und lokale Spezialitäten, all das hat der Gudbrandsdalsweg zu bieten. Von Oslo bis Trondheim, von Anfang bis Ende deiner Reise, bist du gut aufgehoben. Bei der Wanderung entlang der wichtigsten Pilgerrute in Norwegen wirst du überall auf Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft treffen.

Persönlicher Tourenplaner
643 km 32 Tage

FAKTEN ÜBER DEN GUDBRANDSDALSWEG:

  • 161 Übernachtungsmöglichkeiten
  • 11 Gapahuker (Offene Unterstände zum ausruhen und rasten. Auch zum Übernachten.)
  • 50 Herbegen, die Hausmannskost und regionale Spezialitäten anbieten
  • Höchster Punkt: 1321 Meter, Vesle Elgsjøtangen

Empfohlene Pilgerwanderungen - Der Gudbrandsdalsweg: